Archiv der Fantasie

*Erfahrungsbericht* Gib den Lesern was sie wollen (Schreibtipp)

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Hallo du,

hast du schon mal daran gedacht deine Leser auszunutzen? Was ich damit meine?

Du sollst deine Fans an der Nase herum führen, Brot ausstreuen und dann einen Monsun alles  wegschwemmen lassen. Deinen Prota in die Wüste schicken, und ihn nicht mit Wasserproblemen sondern mit Sand in den Schuhen ärgern.

Ein Beispiel

Deine Hauptfigur flieht vor einem Monster davon und rennt auf einen hundert Meter tiefen Abgrund zu.

Was die Leser denken – der Prota/Anta rennt bis zur Kante und muss sich dann doch dem Kampf mit dem Monster stellen weil es keinen Ausweg mehr gibt.

Was du machen kannst- Lass die Hauptfigur bis kurz vor die Kante laufen – und dann entdecken, dass ein schmaler Pfad in den Stein der Klippenwand gehauen wurde. Deine Figur flüchtet und das Monster ist zu fett um ihm zu folgen.

Damit hast du die Erwartung deiner Leser befriedigt.

Ich nenne das mal das „Ich wusste es Gefühl“

Mann könnte dies einfach mit einer unerwarteten Handlung gleichsetzte. Allerdings muss eine unerwartete Handlung nicht unbedingt vorher das „Ich wusste es Gefühl“ befriedigt haben. Es ist oft einfach nur eine Handlung, die nicht unbedingt in die Storyline passt, die Leser vielleicht sogar aus dem Lesefluss reißt.

Nimm diesen Kniff mit, er kostet dich wenig Mühe und lässt sich in die meisten Geschichten einflechten. Beginne mit einem Schauplatz deiner Wahl, setzte deine Hauptfigur hinein und lasse sie ein beliebiges Problem finden, bzw konfrontiere sie damit. Dann lässt du es aussehen, wie wir es alle kennen. Grabe ein altes Klischee aus und dann… zerstörst du es mit einem unerwarteten Kniff.

Gerade für Kurzgeschichten mit meist nur einem zentralen Konflikt und einem Höhepunkt hat mir diese Technik schon gute Dienste geleistet.

Kennst du Geschichten, die bewusst oder unbewusst, mit dem „Ich wusste es Gefühl“ arbeiten oder verwendest du es selbst? Ich freue mich auf jeden Kommentar.

 

Deine Laura

2 Antworten auf „*Erfahrungsbericht* Gib den Lesern was sie wollen (Schreibtipp)“

  1. Hallo Laura,
    kennst du Der Name des Windes von Patrick Rothfuss? Ganz zu Beginn der Geschichte wird ein wunderschöner Herbsttag mit all seinen Klischees beschrieben. Der Absatz endet mit der Aussage: „Ein perfekter Tag, um überfallen zu werden.“, woraufhin der Prota erklärt, was es für Vorteile hat, an einem solchen Tag und nicht bei schlechtem Wetter, Regen, Schnee etc. überfallen zu werden. Sehr witzig gemacht!
    Liebe Grüße, Alex

    Gefällt 1 Person

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