Archiv der Fantasie

*Erfahrungsbericht* – Schreiben unterwegs

Hallo du,

vielleicht kennst du folgende Situation, vielleicht ist sie dir fremd.

Seit fast vier Jahren bin ich eine Pendlerin. Eine von denen die zu früh am Morgen und zu spät am Abend auf einen Zug warten. Manchmal habe ich das Gefühl, mehr Coffee to go Becher als Menschen um mich zu haben. Jede Minute Verspätung von einem der zahlreichen Verkehrsmittel die ich an einem Tag nutze, kann eine halbe Stunde Zeitverlust bedeuten. Ich habe schon alles in Zug, Bus, U-Bahn, S-Bahn etc. gemacht. Nägel gefeilt, chinesische Nudeln gegessen, mit meinem Nintendo gespielt oder Menschen um mich herum studiert.

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*Kurzgeschichte* – Asphaltlaufsteg

Asphaltlaufsteg

Zwei braune Hühner folgten einem schwarzen. Eine Grasnarbe, ein Meter Gehsteig und die Bordsteinkante überwandten sie bis zur Straße. Ein Motoradfahrer knatterte vorbei. Nur der Kopf mit Helm drehte sich halbherzig in die Richtung der Damen. Er fuhr vorbei und das erste Huhn streckte ein Bein über die Bordsteinkante. Es streckte sich, fiel fast vornüber und setzte den ersten Fuß auf den von der Sonne aufgeheizten Asphalt. Der zweite Fuß folgte und das Huhn ging zügig voran. In schnellem, euphorischem Tempo folgten die anderen Hühner in kurzen Abständen. Die erste Fahrbahnmarkierung, eine gestrichelte Linie die das Linksabbiegen ermöglichte, erreichten sie schnell. Ein Brummen kündigte einen Kleintransporter an. Als er die Hühner sah wurde er langsamer und hupte.

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