Archiv der Fantasie

*Rezension * – Wacholdersommer von Antje Babendererde

*Diese Rezension enthält keine Spoiler *

*Triggerwarnungen: Tod, Waffen, psychische Probleme, Gefangenschaft, Gewalt*

Der Jugendroman „Wacholdersommer“ wurde vom cbt Verlag bereits 2009 unter dem Namen „Zweiherz“ veröffentlicht.

Auf dieses Buch wurde ich durch mehrere Blogartikel aufmerksam.

Eckdaten zum Taschenbuch

317 Seiten

9,99 €

cbt Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Gesamteindruck

Auf den ersten Blick dachte ich, einen leichten und lockeren Sommer-Roman über Liebe, Freiheit und Indianer vor mir zu haben. Nie hätte ich mit dieser teils recht dunklen, mehrere schwierige Themen behandelnden Geschichte gerechnet. Es geht um Depressionen, Totschlag, Mord und Unfälle. Es gibt mehr als einen Toten, Verletzte und eine Leiche. Das Buch ähnelt für mich mehr einem Krimi als einer Liebesgeschichte.

Positives

Die Story ist sauber konstruiert, ich konnte keine Logikfehler entdecken. Es wird keine Figur unterwegs „verloren“ und die Erzählstränge werden am Ende sauber zusammengeführt. Technisch einwandfrei. Die Motive der Personen sind nachvollziehbar. Es wird sowohl auf die innere Sicht der Hauptperson als auch teilweise auf die Gefühle der Nebencharaktere eingegangen. Der Spagat zwischen traditioneller Lebensweise und modernen Errungenschaften, wie Z.B. einem Telefon oder einem Auto ist gut gelungen.

Negatives

Das Setting in einem Indianerreservat hätte meiner Meinung nach viel mehr Potenzial gehabt. Zwar gibt es Beschreibungen zu Felsformationen, Wüstenblumen, Pferden und heiligen Stätten, für mich wirken diese aber nicht lebendig. Selten hatte ich wirkliche Bilder im Kopf. Bilder haben auch die Figuren an sich nicht wirklich entstehen lassen. Sie waren für mich nachvollziehbar, logisch. Aber selbst bei emotionalen Passagen über den Tod, Depressionen, sowie die schwierige Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren Will und Kaye hat mich das Buch nicht abgeholt.

Empfehlungen

Diese Buch empfehle ich eingeschränkt. Wer einen Krimi im Indianerkostüm, alte Traditionen und klare, schnörkellose Sprache sucht könnte hier richtig sein. Für alle die eine Liebesgeschichte oder ein Buch suchen das den Sommer verlängert kann ich keine Empfehlung aussprechen.

Fazit

Nicht was ich erwartet habe. Die Grundstimmung hat mir nicht gefallen, die Charaktere hatten zu wenig „Leben“. Das Cover ist eher irreführend gewählt, der alte Name „Zweiherz“ passte viel besser. Das Potenzial des Settings und der Personen wurde nicht ausgeschöpft.

Ranking: 2 von 5 Hasen

hasex2

Diese Rezension ist subjektiv. Das Buch kann von jedem anders empfunden werden. Triggerwarnungen erstelle ich nach meinem persönlichen Empfinden.

Liebe Grüße

Laura

Eine Antwort auf „*Rezension * – Wacholdersommer von Antje Babendererde“

  1. Hallo Laura,
    ich finde es gut, dass du auch kritische Rezensionen veröffentlichst und klar sagst, was dir nicht gefällt. Ich habe oft das Gefühl, dass Buchblogger aus dem Schwärmen immer nicht herauskommen und da fehlt mir mitunter dieser kritische Blick!
    Liebe Grüße, Alex

    Gefällt 1 Person

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