Archiv der Fantasie

*Rezension* – Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo

*Diese Rezension enthält keine Spoiler*

*Triggerwarnungen: Gewalt, Blut, Kämpfe, Tod, Mord, Gefangenschaft*

Hallo du,

heute möchte ich euch meinen Eindruck von „Das Lied der Krähen“ mitteilen. Das Buch hat in einer Bahnhofsbuchhandlung meine Aufmerksamkeit erregt und ist somit im Rucksack gelandet. Ich hoffte auf coole Fantasy und freute mich, das die Buchbeschreibung schon mal ohne die üblichen Vampire und Co. auskam.

Eckdaten zum Taschenbuch:

Autorin: Leigh Bardugo

585 Seiten

16,99 EUR

Droemer Knaur Verlag

Original bei Henry Holt & Co als „Six of Crows“ veröffentlicht (2015)

Gesamteindruck:

Eine Gruppe aus Dieben, Verstoßenen und Untergetauchten kämpfen ums überleben um ein wenig mehr Glück und auch um ihren Status. Die Welt in der sie leben ist dunkel, schmutzig und unbarmherzig. Nur die Starken überleben also tun sie alles um stark zu werden und zu bleiben. Jede der sechs Hauptfiguren hat ihre eigenen Probleme die sich im laufe der Geschichte miteinander verweben und am Ende perfekt ineinandergreifen.

Das „Magiesystem“ in der Welt von Leigh Bardugo ist subtil. Die Grischa können, im Gegensatz zu anderen Menschen, ihre Kräfte einsetzten um Stürme aufzupeitschen, Material zu beeinflussen und Herzen zum Stillstand zu bringen.

In diesem Buch wird aufgezeigt, wie die Lebensbedingungen Menschen formen und sie zwingen, sich unmoralisch zu verhalten. Es gibt Kämpfe und es fließt Blut, doch immer gibt es ein Ehrgefühl, zumindest auf der Seite der Helden. Ab einem gewissen Punkt wird klar, dass sich die Geschichte nicht nur um die Schicksale der einzelnen Personen dreht, sondern etwas größeres, bedrohliches die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Positives:

Ich kann nur positives über Erzähltempo, Kapiteleinteilung mit Cliffhängern, Dialekte und Eigenheiten der Protagonisten und einiger Antagonisten berichten. Immer wieder hatte ich Aha-Erlebnisse, wenn sich mir ein neues Puzzlestück offenbart hat. Action gibt es genügend, aber auch der geistigen Entwicklung der Protagonisten gibt die Autorin viel Raum. Der Humor von Kaz, dem Anführer, ist fabelhaft. Meine liebste Person in dem Roman ist und bleibt Inej das „Phantom“.

Negatives:

Der Anfang des Buches hat mich etwas ratlos gemacht, da Bardugo für die Einführung in die Welt der Grischa Personen nutzt, die später im Buch keine Rolle mehr spielen. Ich finde, dies hätte man auch anders lösen können, ohne weitere Charaktere erst einzuführen und dann wieder verschwinden zu lassen. Der Schreibstil ist direkt und spannungsgeladen, für mich zu wenig ausführend und lyrisch, was aber eine persönliche Präferenz von mir ist.

Empfehlungen:

Ich empfehle dieses Buch ab 14-16 Jahren für alle Fantasy-Verschlinger und Alltagsflüchter. Jeder der Spannung sucht wird sie hier finden. Auch alte Fantasy-Hasen können hier Neues entdecken, da es nicht um die typischen fantastischen Wesen geht. Kaz ist ein Tüftler und Denker und seine ausgeklügelten Pläne sind toll für alle die gerne mitfiebern.

Schau doch mal bei Juliane von „iamjane“ vorbei. Sie hat auch eine sehr ausführliche Rezension zu „Das Lied der Krähen geschrieben: Hier gehts lang

*Hinweis: Leigh Bardugo hat bereits eine Buchreihe namens „Grischa“ veröffentlicht die in der gleichen Welt spielt. Das Lesen dieser Vorgeschichte ist für das Verständnis nicht erforderlich*

Bewertung: 5 von 5 Hasen

hasex5

Diese Rezension ist subjektiv. Das Buch kann von jedem anders empfunden werden. Triggerwarnungen erstelle ich nach meinem persönlichen Empfinden.

2 Antworten auf „*Rezension* – Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo“

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