Archiv der Fantasie

*Rezension* – Die Zeitmaschine von H.G. Wells

*Diese Rezension enthält keine Spoiler*

*Triggerwarnungen: Gewalt, (Menschen)- Fresserei, psychische (Zeitreise)-Belastung*

Hallo du,

heute möchte ich meine Rezension mit einem Zitat aus dem Buch beginnen.

Zitat: „Der Zeitreisende war nicht dort. Ich meinte einen Moment eine geisterhafte undeutliche Gestalt in einer wirbelnden Masse von Schwarz und Messing zu sehen – eine so durchsichtige Gestalt, daß die Bank dahinter mit den Zeichenbogen völlig deutlich war; aber dieses Phantom verschwand, als ich mir die Augen rieb. “ ( Aus „Die Zeitmaschine Position 1438 = 96 % im E-Book, Sätze 5 bis 6 )

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*Gedanken* – Krähe auf den Gleisen

Krähe auf den Gleisen

Ich stand an einem Bahnsteig, den Zug verpasst. Dieser hatte alle Menschen aufgesogen und nur mich, rennend und winkend in einigen Metern Entfernung zurückgelassen. Ich war allein.

Eine Krähe hopste vor mir von der Bahnsteigkante und landete auf einem der Gleise. Sie bewegte sich seitwärts auf einem der beiden äußeren Gleisstränge die von Holzplanken im rechten Winkel gekreuzt wurden. Sie tippelte wie ein Seiltänzer von rechts nach links, hielt manchmal inne um mit ihren Knopfaugen nach etwas zu suchen. Schließlich sprang sie nach vorne und grub mit ihrem Schnabel im Kies, mit dem die Zwischenräume von Holz zu Holz ausgefüllt waren. Ich weiß nicht ob sie etwas gefunden hat.

Ein Zwitschern hinter mir lenkte mich ab. Eine Meise war auf dem Geländer hinter mir gelandet. Sie flog wieder auf und weiter, über die Gleise um sich dort in einem Baum einen Sitzplatz zu suchen. Ich drehte mich um und eine weitere Meise flog von einem Baum auf das Geländer und dann weiter zu seinem Artgenossen. Ich sah wieder nach der Krähe, aber sie war verschwunden.

Die ersten Menschen liefen vom Bahnhofshaus auf den Steg. Der Zug fuhr ein. Menschen stiegen ein und verschwanden vom Bahnsteig. Ich verschwand mit ihnen.

*Lyrik* – Zermürbendes zerdenken

Zermürbendes zerdenken

verrenken

Mit Sandpapier abschleifen bis zur Wurzel

Die Wurzel als Übel oder Zeichen der Verzweigtheit

der Gänge im Gehirn durch die Gedankengänge gegraben werden

Graben im Gehirn und alles finden,

dass man aufgehoben hat weil man es ja nochmal brauchen könnte.

In Hirnwindungen verschwunden, verirrt, zerschunden

Der Gedanke der gerade noch da war und plötzlich weg

Weil er sich verlaufen hat

*Foto-Projekt* 7. – Kaffee und Bücher

Hallo du,

diese Bilder waren für etwas anderes gedacht, jetzt haben sie aber zu einem neuen Foto-Projekt zusammengefunden.

Sie sind insoweit neu für mich, als dass ich sie arrangiert habe, was ich bisher nur mit wenigen Fotos von Büchern und noch nie mit anderen Objekten gemacht habe. Es hat viel Spaß gemacht, einfach mal mit Kaffeebohnen, Marshmallows und Knöpfen um mich zu werfen. Warum Kaffee? Einfach so. Zu guten Büchern gehören warme Getränke.

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